Wer sich über Spekulatius im September ärgert, sich aber trotzdem schon jetzt auf den köstlichen Duft und den Geschmack von Weihnachten freut, dem biete ich einen Kompromiss: Lebkuchenherzen. Jahrmarktmäßig verziert passen sie in jede Jahreszeit, verbreiten beim Backen aber einen köstlichen, weihnachtlichen Duft von Zimt, Nelken und Co.

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Rezept für ca. 15 mittelgroße Lebkuchenherzen:

  • 250 g Butter
  • 500 g Honig
  • 180 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1k g Mehl
  • 10 g Backpulver
  • 30 g Lebkuchengewürz
  • 2 EL Kakopulver

Für die Dekoration:

  • 750 g Puderzucker
  • 3 Eiweiß
  • etwas Wasser

Zubereitung der Lebkuchen:

Zucker, Butter, Honig und Salz in einem Topf langsam erhitzen und dabei umrühren. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat (das ist wichtig, damit keine Zuckerkristalle im Lebkuchen zu sehen sind), die Masse in eine hitzebeständige Schüssel geben und komplett auskühlen lassen. Die trockenen Zutaten in einer zweiten Schüssel vermengen und bereitstellen.

Zur ausgekühlten Masse die Eier hinzugeben und mit den Knethaken des Rührgeräts verrühren. Nach und nach die Mehlmischung unterrühren und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde lang ruhen lassen.

Den Backofen auf 160 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Den Teig etwa einen Zentimeter dick auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, Herzen ausstechen und auf ein Backblech legen. Jetzt noch mit einem Strohhalm Löcher für das Geschenkband ausstechen. Die Herzen für zirka 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Da die Herzen nach dem Backen noch sehr weich sind, müssen sie vor dem Dekorieren gut auskühlen.

Die Dekoration:

Für die Dekoration braucht ihr Spritzbeutel mit unterschiedlichen Tüllen und festes Royal Icing in Farben eurer Wahl. Verdünnt das Icing mit etwas Wasser (nur wenige Tropfen); es muss sehr steif bleiben, soll aber sanft genug sein, um schöne Verzierungen damit zu spritzen.

Als erstes habe ich die Rosen gespritzt, damit sie in Ruhe trocknen konnten. Ich habe sie mit einer Rosentülle und einem Rosennagel hergestellt. Wie das Prinzip funktioniert, seht ihr in diesem Video von mir:

Im Unterschied zur Buttercreme auf den Cupcakes habe ich das Icing nicht direkt auf die Lebkuchen gespritzt. Ich habe mir kleine Vierecke aus Backpapier zurecht geschnitten und sie mit etwas Icing auf dem Rosennagel befestigt. Auf das Papier habe ich Stück für Stück die Rosen gespritzt. Der Nagel lässt sich beim Erstellen der Rose drehen und macht die Arbeit um einiges einfacher. Das Papier mit der Rose habe ich zum Trocknen zur Seite gelegt und konnte so die Rosen einfach ablösen, als sie getrocknet waren.

Für die zweifarbigen Bordüren habe ich verschiedene Tüllen in große Spritzbeutel gegeben und die Beutel flach auf die Arbeitsfläche gelegt. So konnte ich mit einem Gummispatel Icing in einer Farbe auf eine Innenseite des Spritzbeutels streichen.

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Den Freiraum konnte ich danach mit dem Icing in der zweiten Farbe auffüllen.Wichtig ist, dass die Farben sich nicht vermischen und möglichst zu gleichen Teilen oder zumindest gleichmäßig verteilt in den Spritzbeutel kommen.

Jetzt brauchte ich nur noch eine Blättertülle in einem Spritzbeutel mit grünem icing und eine dünne Lochtülle in einem Spritzbeutel mit weißem Icing.

Zunächst habe ich die Bordüre gespritzt, dann die Blätter, und auf sie habe ich die Rosen gesetzt. Um keinen Schaden anzurichten, habe ich die Schrift erst gespritzt, als der Rest etwas angetrocknet war.

Weil ich die Herzen für die Tanzgruppe La Vie gebacken habe und sie das Gebäck beim Weinwandern verkauft hat, habe ich mich für dazu passende Aufschriften entschieden.

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Die getrockneten Herzen habe ich in Frischhaltefolie gewickelt. Die Löcher habe ich durchstoßen und ein Geschenkband durchgefädelt.

Und es wurden alle Herzen verkauft 🙂

 

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2 Gedanken zu “Reif für den Jahrmarkt: Lebkuchenherzen

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